Duale Ausbildung stärken und Meisterqualifikation sichern!

Das Handwerk ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Hamburg. So erwirtschafteten die gut 15.000 Hamburger Handwerksbetriebe mit rund 130.000 Beschäftigten einen Jahresumsatz von circa 14 Milliarden Euro und stellen 15 Prozent aller Hamburger Unternehmen dar. Zudem bildet das Handwerk mit 6.500 Lehrlingen 29 Prozent aller Auszubildenden in der Hansestadt aus und leistet damit einen bedeutenden Beitrag für die Ausbildung der Jugendlichen.

Auf Grundlage der politischen Arbeit in den CDU-Senaten wurden mit dem „Masterplan Handwerk 2020“ und dem „Bündnis für den Mittelstand“ bereits gute Strategien zur Stärkung des Wirtschaftsbereichs auf den Weg gebracht.

Hjalmar Stemmann MdHB kritisierte bereits im Februar 2014 in einer Rede vor der Hamburgischen Bürgerschaft, dass das Handwerk durch jüngste Pläne der Europäischen Kommission unter großen Druck gerate. In ihrem Entwurf für eine „Empfehlung des Rats zum nationalen Reformprogramm Deutschland 2013“ sehe die Kommission im deutschen Meisterbrief eine Beschränkung, die Wettbewerb und Wachstum behindere und wolle auf dieser Grundlage weitere Handwerksberufe von der Meisterpflicht ausnehmen.

„Dabei ist doch das genaue Gegenteil der Fall! Gerade die geringe Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist unmittelbar auf unsere erfolgreiche duale Berufsausbildung zurückzuführen. So weisen von Meistern geführte Handwerksbetriebe ein besonderes Maß von Qualifikation, Zuverlässigkeit und Stabilität für eine qualitativ gute Berufsausbildung auf.“

Darüber hinaus seien prekäre Geschäftsmodelle, wie Ein-Mann-Betriebe und Subunternehmer, die als (Schein-) Selbstständige arbeiten, bei von Meistern geführten Handwerksbetrieben nicht möglich. Die von der EU-Kommission geforderte Herausnahme weiterer Handwerke aus der Meisterpflicht verstärke und befördere jedoch die Entwicklung von derartigen Geschäftsmodellen.

Doch nicht nur in Deutschland bewährt sich das System der dualen Berufsausbildung. „Weltweit beneidet man uns um das Duale System. Berufsausbildung und Meisterbrief sind Garanten für Qualität und Arbeitsplätze – für Wachstum und Wohlstand.“, so Stemmann weiter.

Stemmann und die CDU-Fraktion beantragten deshalb, dass sich der Hamburger Senat im Bund und in Europa für die duale Ausbildung und gegen eine Herausnahme weiterer Handwerksberufe aus der Meisterpflicht einsetzt. In der Bürgerschaftsdebatte warb Stemmann dann um Unterstützung: „Wachstum und mehr Beschäftigung im Handwerk sind nur mit einer starken dualen Ausbildung im Handwerk in Hamburg und in ganz Deutschland möglich!“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>